Band 
Sechster Theil.
Seite
15
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mit Euryche und deßen Freunden, rs

uer Abweichung davon haben könte, und hierinue lieget die Quelle aller Widersprüche gegen dieFriedensvorschläge. Die Streitigkeiten selbstlaßen sich freilich in Haupt- und Nebenstreitig-keiten abtheilen, ein Unterschied, der in der Theo-logie immer wichtig ist, in einer vollstandigenEr-zehlung aber nicht immer beobachtet werden kau,ohne die Reihe der merkwürdigen Begebenheitenentweder zu zerreißen, oder sie an zwey Ortenvorzutragen. Unterdeßen glauben wir doch, daßauch in der Historie einiger Unterschied eintreteund man die äußern von den innerlichen Strei-tigkeiten absondern könne, da denn jene entwe-der unmittelbar zwischen den beyden Hauptpar-theien , die wir jezt durch die Nahmen der Gön-ner und der Gegner der chalcedonischen Kir-chenversamlung unterscheiden, geführet worden,oder doch diese gerade zu betroffen, diese aber ei-gentlich nur zwischen den Lehrern einer Partheientstanden, wenn auch gleich die Lehrer der an-dern daran Antheil genommen. Die erste Klaßewürde denn nach unserer Einsicht in chronologi-scher Ordnung in sich faßen: die Streitigkei-ten mit dem Eutyche bis auf die Kirchenver-samlung zu Chalcedon ; die Streitigkeitenmit den erstem Gegnern dieser Kirchenversam-lung, besonders in Palästina, zu Älepandrienmw zu Antiochien, bis zu den Zeiten des KaisersAeno, in welcher Periode sie durch eine theolo-gische Nebenstreitigkeit über den Zusaz des Tris-agii vermehret worden: die Streitigkeiten, wel-che K. ZöNos Vercinigungsformel erreget, und

die