18 Geschichte der Streitigkeiten
erzehlen und diese beurtheilen, und eben so bei-den entweder an gehörigen Orten einzurükenden,oder am Ende nachzuholenden Nebenstreitigkei-ten verfahren. Nach diesem Plan wollen wirdenn zu erst die Periode erzehlen, da Eutychesdie Hauptperson war, der widersprochen, undda eigentlich über seine Lehre die vornehmste Fra-ge war, ob sie orthodox sey, oder nicht. DieftPeriode endiget sich durch die Kirchenversanulnng zu Chalcedon. Sie ist zwar allerdingsklein, mus aber voü den Unruhen, die nach dergedachten Kirchenversamlung entstanden, abge-sondert werden, weil nicht allein die Streitigkei»ten sehr vermehret und ausgebreitet, sondernauch dadurch verändert wurden, daß ElltychisPerson und persönliche Lehre entweder gar nicht,oder doch nur zufällig in Betrachtung kamen, unddie Gegner der chalcedonischen Kirchenversam-lung nichts weniger, als den Charakter der Ver-theidiger des Eutychis behaupten wolten. Die-se jezt bestimmte erste Hauptperiode sol denn nachunserer gewöhnlichen Ordnung so abgehandeltwerden, daß wir erstlich die Geschichte selbst inzwey Abschnitten und zwar in dem ersten alles,was bis aufdie nach Chalcedon ausgeschriebe-ne Verjamlung der Bischdffe vorgefallen, indem zweyten die Geschichte dieser Versamlungselbst erzehlen: hernach die dem Eutychi undseinen Freunden zur Last gelegten Jrkümer rmchihrer Beschaffenheit untersuchen: endlich auchdiese Streitigkeit beurtheilen.
Anm.