z 2 Geschichte der Streitigkeiten
den, daß Errtyckes selbst auf der Kirchenversamlung zuEphesu» wider Nestocium, anwesend gewesen. Diesessaget kein Zeuge, denn die von Eutyche Num. i. ver-sicherte Vereinigung mit dieser Dersamlung im Kampfgegen Nestorimn, erfordert die persönliche Gegenwartnicht, und streitet überdies mit Eut/cbis so oft wieder,hvlter Versicherung des festen und alten Vorsazes, nichtaus dem Kloster, so gar nicht einmal in die Stadt Lon-staminopel, zu gehen, offenbar. -Hernach der Num. 2.angeführte Vorwurf, daß Eutyches doch schon einmal,aber auch nur einmal, zu den Zeiten der nestorianischenUnruhen diesen Vorsaj gebrochen und um der Wahrheitwillen in die Stadt gegangen, verdienet mehr Aufmerk-samkeit. Es ist freilich nur Muthmaßung, aber sehrwahrscheinliche Muthmaßung, daß dieses bey dem Vor-fall geschehen, den wir im fünften?h. S. 50z. erzehlethaben, da in der Urkunde allerdings versichert wird, daßalle Archimandriren zu Lonssantinopel an dieser Re-bellionmäßigen Proccßion Antheil gehabt, und noch da-zu das Beyspiel Dalmarii, der in acht und vierzig Jah-ren nicht aus dem Kloster gegangen, macht begreiflich,daß eben damals auch Euryches seine» fanatischen Ent-schlus zu brechen, durch einen noch größer» Fanakismumsich überwinden können. Endlich wenn wir erwegen,daß nach dieser Muthmaßung Eueyches in Verbindungmit dem schwärmerischen Dalmario gestanden, daß ermit eben diesem Mann in dem Num. 5. bemerktenSchrei»den des Epiphanü zusammcngesezet wird. und das Ly-rillus ihm so gar Abschriften von den cphesinischenSchlüßcn zugeschikt, so dürfte der Schkus sedr wahr-scheinlich seyn, daß Eutyche-! an der Untcrdrükung dernesiorianischen Partbei größer«» Antheil gehabt, alsman gemeiniglich denket.
Vll. Er war aber nicht allein ein Gegnervon Nestorio, sondern auch ein heftiger Freundvon Cyrillo, der besten Maastregeln gegen dieMorgenländer so gut unterstüzte, wie die Ver-dammung des Nestor«.
Anm.