Z 24 Geschichte der Streitigkeiten
Anm. i. Dieses lehren seine Briefe §. XUX. XXVI. XX-
Anm. 2. Das Betragen des B. Leo bey diesem Vorfallist im Anfang so unerwartet, daß man nicht weis, wasman davon denken sol. Wir sind versichert, daß indem, was hier gesaget worden ,, der Scblnßel zu demRäthsel zu seyn scheinet. Leo verlangte freilich ein Con-cilium , so lang als er es vor das einzige Mittel ansähe,den kaiserlichen Hof von deßen Grundsazcn abzubringen;diese Ursach fiel weg, wieder Hofdiese Grundsaze nichtmehr hatte: er verlangte ein Concilium, aber in Ita-lien, um auf demselben der dirigirende Mann zu seyn,und das war keine Bedingung, die zu Lonftanrinopelgelten konte, vielmehr muste wol der morgcnlandischeKaiser eines im Orient halten wollen. Doch alles zieltedahin ab/ den Brief an Llavianum zum Kirchengesezzu machen, und hier scheinet Leo am meisten befürchtetzu habe». ^
XI. Zn der That arbeitete daher Leo, dasConcilium zu verhindern, mit vieler List. Erst-lich suchte er einen Verzug und denn eine Verle-gung nach Italien zu erhalten. Im Grundhies das so viel. Eine Kirchenversamlung imOrient, die so beschleuniget wird, kan nicht vonvielen Abendländern besucht werden, und derenGegenwart war doch das sicherste Mittel, demrömischen Stuhl das Uebergewichte zu ver-schaffen.
Anm. S. §. xux. XI. xv. XVI. XVII. xix. xx.XXI.
XII. Vielleicht hatte Leo noch eine Noth aufdem Herzen. Auf einem Concilio in Italien,würde Niemand den Vorsiz dem römischen Bi-schof abgestritten haben, allein im Orient musteman besorgen, daß die alsdenn überwiegendeMehrheit der morgenlandischen Bffchöffe, nicht
allein