Z 28 Geschichte der Streitigkeiten
iveichung aber von seinem Brief vor kezerisch. Hin-gegegen schreibet der Kaiser nach der alten lateini-schen Ucberseznng: guis iZitur clubitstioncs circa ortbo-«loxsm Nciein nivtse trink, ticuk jnciicgnt ct litterse tanüit-
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vmnibus guseNiv et ciubitatio auseratur. Hier wird dennLeons Brief nur als historische Nachricht von den ent-standenen Streitigkeiten, nicht aber als theologische Ent-scheidung derselben angesehen. hernach eine gnauere Un-tersuchung und Fesisczung der reinen Lehre dem ganze»Concilio befolen. Solche Züge. welche unsere Vorarbei-ter so wenig beobachtet, find in unsern Augen überaus»wichtig, die wahre Beschaffenheit dieser Handel zu beur-theilen. Nimmt man nun dazu, was wir kurz vörheroNun;, VI. VII. von dem Eifer, womit die Unterschriftdieses Brieses im Orient und Occident betrieben worden,. gejaget haben, so wird man die künstliche Vorbereitungenzu dem Concilio leicht einsehen.
XVI ll. Der herrschende Geschmak an sol-chen Zusammenkünften war wol Ursach, daß zurbestimmren Zeit viele Bischösse zu Nicäa eintra-fen. Die Eröfmmg aber des Concil» verzogsich. Eine Ursach war, daß der Kaiser selbstnoch nicht angelanget^ weil er durch wichtigereStaats- und Kriegsgeschäfte verhindert wurde.Es ist noch dunkel, warum Man damals die per-sönliche Gegenwart vor so nothwendig gehalten,doch ist es gewis, daß dieses geschehen und beson-ders die römischen Abgeordneten es zü einer Be-dingung ihrer eignen Gegenwart gemacht. Die-ses alles veranlaßte denn die Verlegung derVer-samlung von Nicäa nach Chalcedon, durchwei-che der Kaiser in Stand gesezt wurde, ohne sich
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