mit Enrxche und besten Freunden. 44;
nicht in Absicht aufgewiße Personen, sondern inAbsicht auf die in Streit gekommene Religion^-fragen vorgefallen. Uederhanpt wrrd man sichaus unsern vorhergegangenen Erzehlungen sehrieicht eine Idee machen können, in welcher La-ge diese Sache vor dem Concilio gewesen. ImGrund waren die Gemüther und Meinungen, de-rer, die bishero daran Antheil genommen, sehrgetheilet und zwar sehr verschieden getheilet. Einfehr großer Theil war unter sich einig, daß das,was Eutyches von der Person Christi gelehret,irrig sey, baß das günstige Urtheil, welches dieSynode von Eyhefus von seiner Orthodoxie ge-fallet, eben deswegen gefährlich sey, weil es ei-ner Kezerei ein Ansehen in der Kirche stifte. Wirkönnen hier ohne alle Gefahr zu irren, gleich hin-Zusezen, daß der Jrtum alsdenn in der Bestrei-tung der Verschiedenheit der beyden Naturen inChristo bestehe; daß diesem zu begegnen, es nö-thig sey, zu bekennen, Christus habe Zwey Na-turen, und wenn diese gleich in einer Personvereiniget sind, so sey doch diese Vereinigung inkeine Vermischung, Veränderung, Berwande-lmig zu ftzen. Ganz offenbar war dieses dieVorstellung, welche Flavianus als diejenigeOrthodoxie angesehen, welcher Elttyches wi-derspreche, und welche Leo in dem Brief anFla-vianum vorgetragen und vertheidiget hatte.Damit waren denn diejenigen Morgenlander sehrwol zufrieden, welche eben diese Grundsäze ge-gen Cyrillum vertheidiget hatten, wie Th.eo-dorerus; hingegen ein sehr großer Theil von de-nen,