454 Geschichte der Streitigkeiten
den meisten Biscdöffcn, die sich der Veränderung der er-sten Formel entgegensehen, gar wenige an der Orchodo«
. xie des Briefs gezweifelt und daß sie auch ihre Unter- 'schritten vor recht gehalten, wie sie aber diese Unter« >schuften „och nicht vor Beweis ansahen, daß nun dieserBrief symbolische Vorschrift sey, so suchten sie. ebendieses zu verhindern. und die kaiserlichen Ministers,
. hurchzusczen. Nach dem SynoSalschreiben ka» mannicht anders vermuthen, als daß man von Seiten des ,Hofes wenigstens die Nebenabsicht hakte, den B- Leo ineine Verbindlichkeit zu sezen, aus Dankbarkeit das zitbewilligen, was ihm so bitter sey» muste, die Vorzüge ides Stuhls zu Lonstantinopel. Man vergleiche die §oben §. XXlX. I, Anm. 2. angezeigte Schriftsteller, be-sonders aber Naralis Alexanders Abhandlung.
V. Hernach wurden die Jrtümer angezei-get, welcke durch diese Formel feierlich vor ket-zerisch erkläret worden. Bey diesem Stak ist al-lerdings richrig, das; es diejenigen lkehrsaze sind,weiche dem Nestono, und dem Eutychi von ih-ren Gegnern beygemeßen werden, daß sie abermir großer Behutsamkeit, ausgedrukr worden.Man bemerke, daß die nestorranischen seyn sol- !len, die Verwerfung des Nahmens Mutter !GokteA und die Trennung Christi in zwey Sdh"ne , zwey Saze, welche solche Morgenländer wie ^Theodoretus, immer verwerfen komm, ohneim geringsten von ihren ehemaligen Grnndsazen !abzugehen; hingegen eutychiamsch , die Ver-wechselung und Vermischung beyder Naturen,die Lehrsaze, daß nur eine Natur der Mensch-heit und Gottheit sey, daß die göttliche Natur ^leidensfähig sey, und daß Christus eine himmli-sehe, oder doch von unserer verschiedene mensch- !liche Natur habe.. Ob dieses leztere EuttMs !
wirk- !