Band 
Sechster Theil.
Seite
469
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mit Eutyche und deßen Freunden. 469

killn aufzuopfern, scheinet wol ein gemeinschaft-licher Schlus zu seyn, hingegen hatten wol dieMinisters den Befehl, keine weitere Absezungzuverstatten. Obgleich Dioskurus die vornehm-ste, so hatte er doch nicht die einzige Rolle zuEphesus qespielet, und das Verfahren kau nichtvon dem Verdacht einer sehr partheiischeu Unge-rechtigkeit freygesprochen werden. Die andern,wurden freilich aufgenommen, weil sie durch Un-terschrift des Briefes des Leo ihre Orthodoxie"wiesen. Allein einmal, war bey Dioskuronicht die Rede von Orthodoxie, sondern vonVerbrechen und Ungehorsam, hernach wäre eswol noch eine Frage gewesen, ob sich nicht Di-vskurus auch zu dieser Unterschrift bequemet ha-ben würde, wenn man mit ihm so, wie mit denandern, umgegangen wäre. Dioskurus schei-net hier darinnen sehr unglüklich gewesen zu seyn,baß er nicht allein an den B.Leo einen gewis uu-bershhnlichen Feind hatte, sondern auch den kai-strlichen Hof durch recht persönliche BeleidigungSegen sich aufgebracht, und unter den versamle-ten Bischöffen sehr wenig Freunde gehabt, diewenigstens sich seiner nicht mit Ernst angenom-men. Des Leo Betragen ist uns sehr anstößig.

Da er in der That von der persönlichen Beleidi-gung gegen ihn durch die Banner-klärung nichtswüste, so scheinet die einzige Quelle des Verdrus-ses die Unterdrükung des Briefes an Flavtanum -tu Ephesus gewesen zu seyn. Dioskurus hatan sich die an ihm vollzogene Strafe wol verdie-nt, dadurch aber wird das Urtheil noch nichtGgz nach