6or Geschichte der Streitigkeiten
bedenken, daß das eben die Frage ist, ob dieseMänner den alten Münch recht verstanden, wel-ches desto mehr zu verwundern, da er kurz vor-hero nach ganz andern und richtigern Regelnder Kritik von Nestor« Lehrbegrif geurtheilet.
AttM. ^nnrl. xvlikico - ecclsL rom. III. x. 420.
X. Christian Eberhard Weismannuntersuchet mit kaltem Blut und Unpartheilich-keit. Nachdem er einige offenbar falsche Be-schuldigungen verworfen, erinnert er, daß allesauf den Lehrsaz von einer Natur ankomme,und sanrlet die Gründe, wodurch der Verdacht,daß die Einheit der Natur auf einer Verwarndelung oder Vermischung beruhe, bestrittettwird, wobey er doch den Fehler begehet, denEukychem und die Eutychianer nicht voneinander zu unterscheiden: wenigstens nicht vor-her zu beweisen, daß sie wirklich nicht verschie-den gedacht. Hingegen müßen wir ihn darin-nen loben, daß er den Grundsaz beßer, als an-dere, kennet und nuzet, daß Eutychis Lehre ei-gentlich Widerspruch gegen die vermeinte Ke-zerei des Nestor« sey, woraus denn freilich fol-get, daß des Eutychis eine Natur, und derOrthodoxen eine Person von einander mchtverschieden. Hernach ist er darinnen zu loben,daß er den feierlichen Erklärungen des Dioffkuri, er lehre keine Verwandelung, keine Ver-mischung, u. s. w. Gerechtigkeit wiederfahrenläßet. Daß aber Cyrillus, Flavianus, «.a. dem Wort eine Natur eine andere Bedeu-tung