der monophpsirischen Streitigkeiten. 8rz
Christen herzustellen, so müßen wir sie vernei-nen, und die Fehler anzeigen, die dabei vorgefal-len. Man muste wißen, und wüste auch wirklich,daß, wenn die wegen der chülcedonischen Unru-he entstandene Unruhen völlig und gründlich bei-geleget werden sollen, man nicht blosaufAegy-Pten undAlerandrien zusehen habe. Und dieswar der erste Fehler, Daß man nicht allein dieVerordnung an diese Kirchen allein richtete,sondern auch ihnen zu gefallen Sachen hineinkrachte, die andern misfallen konten. DenFreunden der Synode in Aegypten wird dieGenehmigung der Anathematismen des Cy-rilli gewis nicht unangenehm gewesen seyn;konte man dieses wol von den morgenländi-schen Orthodoxen erwarten? Man muste wis-sen und wüste wirklich, daß, wenn das Ge-schäfte einen glüklichen Erfolg haben solte, eSnicht gnug sey, daß die getrenneten Christenden Peter Mongum, als ihren gemeinschaft-lichen Bischof annehmen; sondern nach der da-maligen Kirchenverfaßung, dieser von allen übri-gen Patriarchen davor erkannt werden muste.Dieses hat man wol gewust, weil man demPeter Mongo es vorgeschrieben, an Ma-ritim und Simplicium zu schreiben. Dieswar nun der zweyte Fehler, daß die Friedens-unterhandlungen nur zwischen Mario und Perlern gepflogen, die andern ganz Übergängen und-ihnen hernach zugemuthet wurde, die kirchlicheOrthodoxie anderer nach einer Vorschrift zu be-urtheilen, die ihnen vorhero gar nicht bekanntFff4 war.