der monophysitischen Streitigkeiten. 8Z9
Leute verfolget, daß einige zu Conftantinopelgewesen, aber bey Akacio wenig Hülfe ge-funden.
I V. Weit wichtiger ist aber dieses, daß aufder andern Seite auch viele von den Gegnern derSynode mit dem Henotiko misvergnüget waren,und sich deswegen von Pmrn absonderten.Weil nun ihre Gemeinden keinen eignen Bischofhatten, so bekamen sie daher den Nahmen derAkephaler. Dieser Ursprung der Akephalerverdienet in unserer Historie um desto mehr be-merket zu werden, da sie von dieser Zeit an dieeigentliche Parthei der Monophysiten ausmarchen und ihr Nahme auch den andern Anhängernderselben mitgetheilet worden. Wir verbindenmit dieser Anzeige sogleich das, was von demBetragen des B. Peters gegen diese Akephalerund dem dadurch veranlaßten Verhalten gegenAkacium gemeldet wird.
Anm. i. Von diesen Handeln haben wir allerdings Nach-richten der altern Schriftsteller, welche wir hier erstmittheilen wollen. Evagrius erzchlet. nachdem er wie-derholet hatte, daß Akacrus mit Bischof Pekern diekirchliche Gemeinschaft unterhalten, kl.L. M.III. ,6.dieses: „nachhero haben einige sich von Peters Gemein-schaft selbst abgesondert, daß deswegen Peter dieSyno-„de von LbalceSon öffentlich mit dem Anachema beleg-„te. Da dieses dem Akacio zu Ohren kam, wurde er„darüber in grose Unruhe gebracht, und veranlaßte, daß„einige (vermuthlich vom Kaiser) dahin geschikt wurden,„die Sache zu untersuche». Peter suchte diese Männer„zu überzeugen, daß nichts dergleichen von ihm gesche-„hen sey, und lies daher ein Zeuge,-verhör verfertigen,„in welchem einige aussagten, daß ihnen nicht bewust sey,„daß Peter dergleichen gethan. Dieser Peter, der ein„sehr unbeständiger Man» war und sich leicht in die ZeitGgg4 „zu