8
Gartenschnecken, röche
ist durchaus nicht mit Gewißheit zu bestimmen, undauch das, was man von der Veranlassung zu dir,ser Erfindung sagt, gründet sich bloß auf Vermuthun-gen. Lucrez, Virgil , Columella und PliniuSgedenken des Pfropfens. Das Oculiren ist später,als das Pscopfcn erfunden. Von den Gärten der Rö-mer und deren Beschaffenheit ist ebenfalls nur sehr we-nig bekannt; doch scheinen sie alle übrige Völker darinübertreffen zu haben; aber sie haben die unschuldigsteund angenehmste der Künste aus eine ungeheure Weisegemißbraucht, und schienen es darauf anzulegen, ganzItalien , zu einem unfruchtbaren, und bloß zur Ueppig-keit dienenden Lustgarten zu machen. In neuern Zeitenist diese Kunst wieder empor gekommen, und unter Lud-wig XIV. hat der berühmte Le Notre einige schöneGärten angelegt. Gatterer I. 32. Goguet I. nZ.II. 76. Krünitz LXlI. 454. Sulzer II. 2Z4. ff.—Vollbeding Archiv. Suppl. 57.
Eartenschnecken, rothe. Solche als ein Mittel ge-gen scrophulöse Verhärtungen' zu gebrauchen, ist eineErfindung des O. Eonsbruch, deren Bewährtheit derHofchirurgus Dotzauer in Hildburghausen bestätigthat. Hufe land Journ. der pcakt, Heilk. 1791. I.144.
Gas. Der Name Gas, der zur Bezeichnung der luftför-migen Stoffe gebraucht wird, hat zuerst van Hel,rnont gebraucht, und wird von dem deutschen Gäscht,welches «in Schaum, oder Ausbruch der Lust, aus ei-nem Körper bedeutet, abgeleitet. Van Helmont un-terschied schon verschiedene Arten. Boyle entwickelte1680 durch häufige Versuche mancherlei Gasarten. Daßdie Zinn- und Bleykalke bei ihrer Entstehung Luft ein-sangen, lehrte schon Jean Rey i6zo. Hales ver-