Garten
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ben. Nähere Beschreibungen sind nicht davon vorhan-den. — Die prächtigen Gärten der alten Stadt Baby-lon sind bekannt, und Lenophon erwähnt in seinerGeschichte der zehntausend Griechen, öfters der großenLustgärten oder Paradiese» die sie in verschiedenenProvinzen des persischen Reichs angetroffen haben.Die Griechen hatten zwar auch ihre Lustgarten, abereS scheint, daß man in dieser Kunst in Griechenland wei-ter als in andern zurück geblieben ist. Homer ist derälteste Schriftsteller, der von Garten redet, und derenEinrichtung beschreibt. Ihm nach, gab eS in den Gär-ten des Alcinous, Königs der Phäacier, Birnen,Granaten-, Feigen- und Oelbäume, und in den Gar-ten herrschte eine Symmetrie. Auch fließendes Wasserwußte man in die Gärten zu leiten, und darin zu ver-theilen. Indessen geht doch aus der Beschreibung keinsonderlicher Geschmack, der damals in den Gärten herrsch-te, hervor; und des Alcinous Gärten waren wohl ei-gentlich nichts anderes, als ein eingefaßtes Stück Land —Obstgärten, ohne alle Verzierung, ohne Terrassen undBlumenwerk. — In Ansehung des Küchengartensscheint Homer zu verstehen zu geben» daß die Gewächsein verschiedenen Beeten und Abtheilungen gepflanzt wa,ren.— Bon der Erfindung des Pfropfens findet sichkeine bestimmte Nachricht. Wahrscheinlich ist diese Kunstspat bekannt geworden. Moses sagt nichts davon, ober gleich den Jsraeliten manche nützliche Regeln von der.Baumzucht gegeben hat. (z. B. Mvs. 19, -z. ff.)Auch Homer sagt nichts vom Pfropfen, ob er gleichoft Gelegenheit dazu gehabt hätte. Die höchste Wahr-scheinlichkeit ist wenigstens, daß man vom Pfropfen indamaligen und auch zu Hesiodus Zeiten, der vi lspäter lebte» nichts gewußt habe. Die Epoche desselben