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Zweiter Band.
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Geigen-Clavicymbel

ein Bogen mit ausgespannten Pfcrdehaaren war schonden Alten bekannt. Wahrscheinlich wurde die Geige erstin den Zeiten der Kceuzzüge in Europa noch bekannter,wenigstens fällt die älteste Spur, dir man in Frank­ reich davon hat, in jene Zeiten. Busch Handb. d.Erf. V. 7z.

Geigen-Clavicymbel. Das erste hat Hans Haydender ältere, zu Nürnberg , um 1600 erfunden. Doppel-mayr Nachr. v. nürnb. Künstl. 212. v. MurrNürnb. 705.

Geißeln, Geißelung, s. Selbstgeißeln.

Geistlichkeit s. Clerisey.

Geistliche Schauspiele. Die Kicchenväter der erstenchristlichen Jahrhunderte eiferten gegen die heidnischenSchauspiele, und suchten den Christen den Geschmackdaran zu benehmen. Man sing aber bald an, eine an-dere Art von Schauspiel aufkommen zu lassen, wodurchnian daS Volk von biblischen Begebenheiten unterrichten,und sie in Andenken erhalten, auch vielleicht den Reli-gionseifer desselben recht anflammen wollte. Man kenntdaher aus den frühern christlichen Jahrhunderten keineandere, als geistliche Schauspiele, die häufig denöffentlichen Gottesdienste einverleibt, und entweder inden Kirchen selbst, oder auf den dazu gehörigen Kirch-höfen gespielt wurden. Kein christliches Volk in Europa ist ohne solche Schauspiele gewesen, aber überall trugensie den Geist des Zeitalters, Aberglaubens, Finsterniß,und alle damit verbundene Ungereimtheiten an sich. Ih-rem ersten Ursprung gemäß, nach welchem sie, der Ab,ficht der Geistlichen nach, dienen sollten, das Volkmit den Religionsgeheimnissen bekannt zu machen, wuc»den st« Mysterien genannt. Da die christliche Reli,gion nach ihrer damaligen Verfassung, ihren Haupts,tzII. 2