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Zweiter Band.
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Gewichtmacher

damals im Handel Stücken Metall, deren Werth durch dasGewicht bestimmt wurde. Man hatte dreierley Gewicht:das gemeine Gewicht, das königliche Gewicht unddas Gewicht des Heiligthums. Dieses war noch ein-mal so schwer als das gemeine, und das königliche hieltzwischen beiden das Mittel. Der Seckel, als GewichtdeS Heiligthums betrachtet» war vermuthlich 4 bis 5Mal leichter, als der gemünzte Seckel seit der Macka«däer Zeiten. Dieser gemünzte Seckel betrug ohnge,fähr i Loth Silber 1/4 Dukaten: also der Seckeldes Heiligthums 1/4 oder 1/5 Loth. Man wogaber nach Seckeln schon zu Abrahams Zeiten nicht nurSilberstücke, sondern auch Goldstücke und Eoldgeräthe.Damals kommt auch schon das Gewicht eines halbenSeckels an Golde vor, sowie zu Moses Zeit ein hal»her Seckel an Silber. Nach Moses Angabe ist Gera a/eo Seckel, und Kickar oder ein Talent ^ 300aSeckel, es sey an Gold oder Silber. Außer deroben angeführten Stelle in der Bibel wird der Gewichtenoch unter andern im 3. B. Mvs. 19, 35.. 26.

Z. B. Mos. 25. 13. Ezech. 4, r6. 45, 10, Sprich»,ii, 1. Mich« 6, n. Sirach 42. 4. gedacht. GoguetI. 225. 287. Garterer I. 4z. s. Maaß, Wage.

Ee wichtmacher waren in Nürnberg schon im XIV, Jahr,hundert. Die erste bekannte Gewichteich- und Gold,und Silber-Waagordnung daselbst, ist vom I. 1350.v. Murr Journ. XIII. 22.

Gewitterableiler s. Blitzableiter.

Gewürze, aus dem Orient, wurden den Römern kaumin der letzten Zeit ihrer Hoheit bekannt, und, in Frank­ reich erst zu den Zeiten der Kreuzzüge. Bor etwa 30Jahren hat Poivre den glücklichen Versuch gemacht, ausder Insel Ceylon Muskat- und Nelkenbäume zu holen,