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Zweiter Band.
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Glashütte der Alten

Glashütten der Alten. Die zu Alexandrien hattenden Ruhm der größten Geschicklichkeit, und aus ihnen er-hielten die Römer, die spät die nützlichsten Künste er-lernten, lange Zeit ihre Glasgeräthe. Beckm. Erfind.I. Z75. s. Glas.

Glaslinsen s. Linsengläser.

Glas Mahlerey. Als man im III. Jahrhunderte anfing,die Kirchen mit Glasfcnstern zu versehen, bediente mansich m-hrentheils des gefärbten Glases dazu; undeben dieser Gebrauch des gefärbten Glases zu Kirchcnfen-fiern, brachte die Mahlerey auf Glas hervor» dennman machte erst' Abtheilungen von verschiedenen Farbenauf dem gefärbten Glase, ehe man auf eben diesemGlase historische Gegenstände vorstellte. Der erste Zeit»punkt der eigentlich sogenannten Glasmahlerey, oder derVorstellung historischer Gegenstände, die man als diezweyte Art, gefärbtes Glas zu den Kirchensenstern zunehmen, ansteht, ist nicht mit Gewißheit zu bestim.men, doch läßt sich diese Erfindung ohngefähr dreyJahrhunderte nach der ersten setzen. In ganz Frankreich kennt man kein älteres Denkmahl der Glasmahlerey,welches bis auf unsre Zeiten gekommen ist, als die mei-sten Kirchenfenster der Abtey St. Denis . Das schönerothe Glas war im XIII. Jahrhunderte so gemein, alses jetzt selten wird, und hat durch seinen Mangel dieGlasmahlerey fast zu einer für Jahrhunderte veclvhrnenKunst gemacht. Im XIV. Jahrhunderte mahlte manmehr ins Große, und die Gewohnheit, die Bildnisseund Wapen der Stifter der Kirchen auf Glasfenster ab-zubilden, kam in diesem Jahrhunderte empor. Unterdem Pabst Julius II. pflanzte sich der Geschmack ander Glasmablerey nach Italien fort. Im XVI. Jahr-hunderte erreichte die Glasmahlerey ihre höchste Stufe,