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Zweiter Band.
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Gustavscolonne

wigS XIV. goß. Sein Schüler Jacobi von Horn,bürg goß 1700 in Berlin , nach Andreas Schlü»ters Erfindung, die Bildsäule des Kuhrfürsten Frie­ drich Wilhelm von Brandenburg . Die erste ausErz gegossene Bildsäule in Rom , soll ein Bild der Ce-res gewesen seyn. Die Römer gössen auch BildsäulenuuS Gold und Selber. Die Allen gössen ihre Bild-säulen nicht aus Einmal, mit Einem Gusse, sondernsetzten sie hernach zusammen. Vollbeding Archive 6g.s. Bildgießerkunst.

GustavScolönne. Ist von dem schwedischen KönigeGustav Adolph zwischen 162V und 1632 erfunden.Schröckh allg. Weltgssch. IV. 2. S. 421.

Gymnasium. Die Kunst, sich im Lausen, Werfen,Springen, Ringen, rc. zu üben, wurde bei den Griechenund Römern die Gymnastik genannt; vonnackt, blos, weil ein Theil diesey Leibesübungennackt getrieben wurde, und die dazu eingerichteten Ge-bäude hießen aus eben dem Grunde Gymnasien. DieseGebäude waren zuerst in Sparta üblich, wurden aberauch bald in Athen und andern Städten Griechenlands ,sehr gemein. Nach der Zeit wurden auch die Oerter,wo man Wissenschaften trieb, wiewohl auf eine unpassen-de Art, Gymnasien genannt. Aber die Benennungist daher gekommen, weil die Philosophen sich der ge-dachten Gymnasien auch zu ihren Schulen bedienten,die denn daher ihren vorigen Namen behielten, obgleichandere Dinge darin getrieben wurden. Krünitz I.XXII.464. ff. Seit dem XVII. Jahrhunderte erhielten unsreHohn, Schulen den Namen der Gymnasien. Fabric.1. 237.

Gymnastik, gymnastische Spiele. Dir Nachrichtenvon der Erfindung derselben sind sehr verschieden. Sie