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Zweiter Band.
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Haarbemel

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geschlagen; einige banden sie im Nacken in einen Kno«len zusammen. Im Anfange des XVIII. Jahrhun- ,derts sing man an, der langgekrauselten Haare, die inLocken über die Schultern hingen, und Ludwig XIV. eingeführt hatte, überdrüßig zu werden, und sondertezuerst die Hinterhaare in zwey Theile ab, die man denSommer über zusammen band, im Winter aber freyhängen ließ. In Frankreich hat man der Haarmo-den am Hofe gar viel und mancheriry gehabt. AndernVölkern hat es gefallen» solche nachzumachen. Go»guet I. zz8. II. zzo. zzz. Böttichers Sabina119. 120. 140. --- Vers. e. KulturgesÄ. 6z65. u. 7z 74. ingl. 80. f. Beckm. Erfind. !V.

5> ff.

Haarbeutel. Sind unter Ludwig XIV. in Frankreich aufgekommen. Vers. einer Kulturgesch. rc. 73.Journ. des Luxus 1799. S. 111.

Haarhygrometer f. Hygrometer.

Haarmahlercy. (Mahlerey mit gesireueten Haaren) istvon dem Zuvelirer Zoh. Andr. Scharf, der 1785zu Cobucg starb, erfunden. Beckm an» Bibl. XVII.147.

Haarpuder s. Puder.

Haarpulver, womit man graue und rothe Haare aufdem Kopfe braun oder schwarz färben kann, hat Witt«mann in London erfunden. Bertuch und KrausJourn. des Luxus rc. 1791. S. 179. f.

Haarröhrchen. Robert Boyle soll die Haarröhrchenzuerst in England bekannt gemacht haben. Nach Hono-ra-tus Fabri hat man die ersten Versuche damit zuFlorenz gemacht. Nach de la Lande hat FranzAggiunti, Leibarzt des Großderzogs von Toscana ,her 1635 starb, die Erscheinungen bei den Haarröhrchen