Band 
Zweiter Band.
Seite
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§2

Hahnenkänipfe

erst versucht. Seife rhcld hat den Versuch mit glück-lichem Erfolge nachgemacht, und darüber 1790 eineeigne Abhandlung geschrieben. Lichtenberg Magaz. rc.VI. s. S. 189. — Fischer li. 856.

-Hahnenkampfe sind, so wie die Wachtelkämpfe,sehr alt. Es scheint, daß die eigentlichen Wachtel -kämpfe erst b-i den Römern aufgekommen sind; da-hingegen solche bei den Griechen gar nicht, oder selten,aber desto öfter die Hahnenkämpfe vorkommen. ZuAthen sind die Hahnengesechte als öffentliche oder sestli,che Spiele auf Veranlassung des Tbemistocles (über 450Jahr vor unsrer Zeitrechnung) angeordnet worden. Mitder Zeit wurden diese Kämpfe in ganz Griechenland be-liebte Volksspiel?. Die Römer haben die Hahnenkampfrgar nickt, oder selten, und nur in spätern Zeiten ge-habt. Die Wachkelkampfe waren ihnen lieber; gleich-wohl findet man in spätern Seiten bei ihnen Erwähnungder Hahnenkämpfe. Heut zu Tage sind diese Kämpfesäst nur noch bei den Engländern beliebt. Wie all sieaber daselbst sind, das ist unbestimmüch. Hühner wa-ren schon zu Julius Cäsars Zeiten in England, wur-den aber nur zum Vergnügen gehalten. Die erste Er-wähnung der Hahnenlämps« daserbst soll ums Jahr nyofallen. In Frankreich haben sie schon in der Mitte deS. XIII. Jahrhunderts statt gesunden. In England sindsie zwar einige Mal, unter andern 1569 und noch spä-ter verbothen worden, aber sie haben sich dennoch erhal-ten. In neuern Zeiten ist dieses grausame Spiel überalle Maaßen übertrieben worden, so daß die Hahnen-kämpfe in Ehina, Persien, Maiacca und Amerika nichtsdagegen sind. Es werden z. B. 16 Paar Hahne zumKampfe gebracht; die 16 Sieger müssen zum zweytenMale kämpfen, und diese 8'Sieger zum dritten Male;