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Zweiter Band.
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Harfe

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genannt; eine Benennung, die sie wahrscheinlich vonden Griechen angenommen haben, welche diese Art vonInstrument ebensals nannten. HieronymuS

sagt daher von der hebräischen Harfe/ oder Cithara ,sie habe 24 oder mehr Darmsaiten gehabt, die mit denFingern gerissen worden. Ob die deutsche Harse ebenso viel Saiten gehabt habe, und überhaupt ähnlicherArt gewesen sey, ist sehr ungewiß. Nach Cangehat zwar das Instrument, welches er Harpa nennt,ebensals die Figur eines griechischen Delta, schreibtaber die Erfindung desselben einem alten italienischenWolke, - den Arpanern zu, ic. Bei dieser überallherrschenden Dunkelheit und Ungewißheit in den Nach-richten und Meinungen, ist es unmöglich, etwas Gewis-ses von der Beschaffenheit der alten deutschen Harfezu sagen, aber man kann annehmen, daß sie gewißnicht mit der unsrigen verglichen werden kann, weil alleInstrumente erst vervollkommnet sind, so wie die Kunstselbst vervollkommnet wurde. Bei den Sachsen war die Harfe sehr früh das allergebräuchlichste Instru-ment, und wurde bei allen ihren welttichcn Festen ge-hört. Wahrscheinlich haben sie dies Instrument von denWallisern bekommen, bei welchen es so allgemein ge,braucht und geachtet wurde, daß kein Knecht es spielendurfte, auch in ihren Gesetzen ausdrücklich bestimmt war,daß es keinem Schuldner genommen werden konnte.Dieses Instrument bediente sich Alfred , König in Eng-land, im lX. Jahrhundert, um unter der Verkleidungeines Harfenspielers ins dänische Lager zu kundschaften.Er muß gut gespielt haben, denn seine Musik gefiel imLager so sehr, daß er nicht nur überall frey herumge-hen, und alles beobachten konnte, sondern auch sogarins Zelt des Königs Guthrum geführt wurde, und