Hebeammen
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Cruitschank, die ins Jahr 1779 fällt. Busch Al-manach d. Fortschr. III. az6.
Hcbeammen. Gab es bei den Egyptern und Ebräernschon vor Moses ; ohnstreitig ist die Hebeammenkunstschon von Jacobs Zeiten an, eine besondere Professiongewesen. Nach dem. was Moses darüber sagt, muß esdamals unter den Völkern in Asien Hebammen gegebenhaben, wie man sie jetzt unter uns findet, (l. B. Mos.35 , 17- 38 ^ s 8 >) Auch in Egypten muß es dergleichen
von undenklichen Zeiten gegeben haben. (2 B, Mos. r,15. s. Sogar ließe sich vermuthen, daß dir «zyprischenHebammen bereits Geburtsstüdle gehabt hätten. (2.Mos. r, r6.) Bei den Griechen war in den altenZeilen den Frauen ausdrücklich verbothen, irgend «inenTheil der Arzneykunst zu treiben, auch die Hedammen-kunst nicht ausgenommen. Dies Verbot hatte sehrschlimme Folge». Die Weiber konnten sich nicht ent-schließen, Mannspersonen unter diesen Umstanden zuHülse zu rufen, und daher kamen aus Mangel an Hül-se in dieser Lage viele ums Leben. Dies wahrt« bisauf die Zeiten der patriotisch-schlauen That einer jungenAthenirnserin, Agnodice, die sich in Mannskieidec»verst-ckte, um des Hiccophilus Schule zu besuchen» unddie Arzneykunst zu erlernen, nachher aber den Weibernin Kindesnvtheu beistand. Es erregte Aufmerksamkeit,daß dieser vermumme» Arzt der einzige war, dessen sichdie Weiber bedienten. Dies gab zu Argwohn Anlaß.Man führte ihn vor den Areopagus, um von seinerAufführung Rechenschaft zu geben. Agnodice zog dieRichter aus ihrem Jcthume, und erzählte den Bewe-gungSgrund ihrer Verkleidung. Diese Begebendeit ver-ursachte, daß man das alte Gesetz abichaffte, und vonder Zeit an hatten die Frauen die Erlaubniß, bei der