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Zweiter Band.
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Hermelin

Aufsehers über die Nachgrabungen erhielt.-Die

Wichtigkeit und Nützlichkeit der immer mehr anwachsen-den Kunstschähe, bewog den König, eine Akademie zustiften, welche sich ausschließlich mit antiquarischen Un-tersuchungen beschäftigen sollte. Diese Herku lanischrAkademie wurde im Jahre 1755, am rz. December,unter dem Vorsitz des Marchesen Tanuzzi, ersten !Staatssekretair, eröffnet. Fivrillo Gesch. d. Mah-lerey. H. 849. .

Hermelin. Diese Benennung findet sich schon im XI.Jahrhundert. Sie wird von Armenia abgeleitet, inwelchem Lande dies Rauchwerk schon in sehr alten Zeiten !

beliebt gewesen ist. Nach Marcus Paulus, dem be» !

rühmten Reisenden des XM. Jahrhunderts, gehören die ^Hermeline zu dem kostbarsten Schmucke der Tartaren,und kommen aus den nördlichsten Ländern nach Europa . iBeckm. Erf. V. 53. Der Umstand, daß im mittlernZeitalter kostbare Pelze die vorzüglichsten Staatskleider anallen Höfen wurden, und besonders die Waffenröcke derRitter mit dem kostbarsten Pelzwerke besetzt waren, war dieVeranlassung, daß Hermeline, und andere Pelzarten, Thei-le der ältesten Wapen geworden sind. Das. 64. InDeutschland ward im Fahre 1497 den Bürgern» welchenicht von Adel, noch Ritter waren, Zobel- und Her-melin-Futter zu tragen verbothen. Das. 74.

Hermeneutik. Der Schöpfer der allgemeinen Hermeneu-tik ist Aristoteles . Ich übergehe die christlichen Her-meneutiker älterer Zeiten, und bemerke nur, daß derRuhm einer gesunden Auslegungskunst vorzüglich denDeutschen in neuern Zeiten gebührt. Joh. AugustErnesti (geb. 1707. gest. 178».), Joh. Matth.Geßner (geb. 1691. gest. 1761.), Christ. Gottl.Heyne (geb. 1729. gest.-), und ihre vielen