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Zweiter Band.
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Hosenstricker

wand» woraus hernach Beinkleider geworben ist;hingegen gab man dem Untertheile den Namen Strumpf,s. Beinkleider. — Hosenstricker.

Hosenstricker. Unter diesem Namen kommen in derMitte des XVI. Jahrhunderts die Strumpfstricker vor,welcher Name auch noch in Niedcrfachsen nicht unge-wöhnlich ist. In Hamburg sagt man Hasenknütter,so wie dort Hase für Strumf. Zu Berlin waren Ho-senstricker ums Jahr igyo. Sie haben in manchenLandern eine eigne Gilde, und sind von den Strumpf-webern verschieden. Beckm. Ecf. V. 184. ^

Hosenteufel s. Pluderhosen. !

Hospital s. Krankenhaus. Jnva'idenhaus, TollhauS. — lDen Namen der Hospitäler haben dergleichen Anstal-ten, von dem Orden der Hospitäler, oder Maltheserit-ter, welcher dadurch entstand, daß im XI. Jahrhunderteinige fromme Männer zu -Jerusalem zusammentraten,und sich unter einander verbanden, die aus Europa nachJerusalem zum heiligen Grabe reisenden Christen, wel-che daselbst krank ankamen, zu verpflegen. — Im I.1048 wurde zu Jerusalem das erste Spital nebst Kir- ^

che, Capelle und Kloster erbauet, und Gottfried von ^

Bouillon machte das erste Vermächtniß dazu. — ^

Die ersten eigentlichen Hospitäler wurden gemeiniglichden Stiftern und Klöstern anvertrauet, und anfänglichführten die Bischöfe selbst die Aufsicht darüber, diesie aber in spätern Zeiten den Diaconen übertrugen. ^

Als mit der Zeit Krankenhäuser auch den Weltlichen, ^

und ganz abgesondert von Klöstern, angelegt wurden, l

behaupteten dennoch die Bischöfe das ihnen oft durch Ge-setze der Kaiser und Päbste zugesicherte Recht, auch dieseStiftungen zu visttiren. In spätern Zeiten aber findetman doch, daß die Regenten ihnen diese Aufsicht ent-