Band 
Zweiter Band.
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Hurenhäuser

chm, und sich irgend einem Fremden, wer er auch seynwogte, für Geld hingeben mußte. — Zu Athen ließSolon, zu den unvermeidlichen Ausschweifungen derJugend, viele WeiSpersonen^ aufkaufen, damit nnr dieFrauen und Töchter der Kürzer in Sicherheit bleibenwägten. — In Karin th wurden in dem Tempel derWenuS wenigstens 1000 hübsche Mädchen unterhatten,die sich für Geld der Unzucht Preis gaben, und solcher,gestalt sogar die Kosten zur Unterhaltung des Götzendien-stes verdienen mußten. — Noch jetzt ist eS so in Ost-Indien, in dem mogsiischen Reiche, wo die Tänzerin-nen zu eben der Absicht bei den Pagoden gehalten wer-den. — In Persien wird zwar der Umgang mit öf-fentlichen Weibspersonen für etwas Unerlaubtes gehalten;demohnerachtet duldet man sie. Fast alle Städte finddamit überschwemmt; in der einzigen Stadt Jspahansind ihrer über ll bis 12000, die ihre angewiesenenQuartiere haben, unter ihrer eignen Polic-y Obrigkeitstehen, und dem Staate einen ansehnlichen Tribut be-zahlen müssen. Es giebt noch an mehrern Orten soge-nannte Hurensteuern, oder Hurenzins Zu Toul mußte noch 1430 jede öffentliche Hure 6 Svls erlegen.Dergleichen Einkünfte wurden auch in Deutschland ver-schiedentlich bezogen, und sogar als eine Art von Lehenübertragen. So sind die gebürsteten Grasen von Hen-neberg, als Burggrafen und Malschälle des HochstiktsWürzburg, vormals von dem Bischöfe, unter ander»auch mit dem Frauenhause und Sholder.Plat.zrinvcstirt worden. So hatte auch einstens der obersteKampfrichter in Oesterreich den Ertrag von dem gemei-nen Frauenhause in Wi-n. — Im I hre 1347gestattete die Königin Johanna I. von Neapel dieErrichtung eines besondern Orts zu den Ausschweifungen