Band 
Zweiter Band.
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Hyacinchenzwiebelti

jetzt üblich ist. Auch die systematische Benennung H. o-rientalis ist allgemein. Matthiolus, ein Arzt desXVI. Jahrhunderts (geb. zu Siena — — gest. 1577.)der über DioScorides commentirt hat, hat diese un-sre gemeine Hyacinthe abgebildet, und solche von Eor-tusus, dem sie aus dem Orient, vielleicht gar ausEonstanlinopel zugeschickt war, erhalten. Ohngefährum eben die Zeit kannte sie auch schon Clusius (del'Eclüse, geb. 1526, gest. iZyz.) unter dem Namender orientalischen Hyacinthe. Viel früher abervor Clusius Zeitalter waren sie unbekannt. — Die er-sten Traubenhyacinthen kamen »554, und die erstenSternhyacinkhen 1590 aus Constantinope! in unsre Gär-ten. — Linnö vollständ. Pflanzensyst. XI. 420. —Busch Handb. d. Ecf. VI. 24z.

Hyacinthrnzwiebeln, Gummi auS denselben.Daß die Hyacinthenpflanze sehr viel Schleim enthalte,bemerkte Willis in London vor mehrern Jahren. Ersammelte i Pfund von der englischen oder nieder-ländischen Hyacinthe, von. der hier die Rede ist,(Hzacintliu» non scriptus 1,inn.) zerschnitt und trock-nete sie über Feuer, und erhielt davon 4 Unzen Pulver,welches anfangs scharf und unangenehm schmeckte, nach7 Monathen aber völlig unschmackbaft war. Im Jahr1800 war das Senegal -Gummi sehr theuer, und Wil-lis prüfte sein Pulver in dieser Hinsicht. Er nahm 7Pfund Hyazinthenzwiebeln, zerschnitt sie, und erhieltnach dem Trocknen 2 Pfund Pulver. Mit diesem mach-te er in einer Kattundruckerey zu Manschester Versuche,und man fand, daß es dem Senegalgummi, und demarabischen in Berdickung der Beitzen sehr gleich kam. —Uebngens hat schon d^er französische Chemiker Lerouxentdeckt, daß die Zwiebel dieser Pflanze, die in Eng -