Band 
Zweiter Band.
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rgc» Italienische Philosophengesellschaft

Wiederhersteller der bessern Wissenschaften im Oecident. —Mensel Leitf. II. 794 — Zor.

Italienische Philosophengefellschast s. Pythag«,reischr rc.

Italienisches Schloß. Eifersüchtige Männer sind vrn jeher darauf bedacht gewesen, die Keuschheit ihrer Wei-ber zu bewahren, zumal wenn sie gegründeten Verdachtzu haben glaubten. Die Griechen sperrten ibre Weib»ein, und versiegelten» wenn sie recht vorsichtig seynwollten, nur das Zimmer. Vorlegeschlösse! wannbei ihnen nicht gebräuchlich. Wenn der Ketrengürlel,dessen Jes. III. 16 — 20. gedacht ist, hieher geftil.wie Talmudisten geglaubt haben, so wird auch dichkein Schloß gehabt haben. Das Schloß, welches dirFranzosen caäsnas äss jaloux, und die Deutschen daiitalienische Schloß nennen» ist von viel neuer Er-findung. Einige schreiben sie dem Hieronymus Cai- .danus zu, und meinen, dieser habe dazu das mihm erfundene Mahlschloß bestimmt. Aber dieserM !sich selbst nicht für den Erfinder aus, und hat es, wirmehrere seiner Zeitgenossen, nur beschrieben. Dopxel-mayr will die Erfindung einem Nürnberger beilege».Aber keiner von diesen hat jenes unanständigen Gebrauchterwähnt. Nach Krünilz soll Alexius Carrara, dn >letzte sogenannte Tyran von Padua , der Erfinder beiitalienischen Schlosses seyn, welches denn daher seil»»Namen bekam. Aber es muß hierunter ein Mißversläni-«iß liegen, denn der letzte aus dem Hause Earrai «,welchen die Benetianer 1406 hinrichten ließen, d»ßFranz. Dem Keyßler ward auf seiner Reise ei»solches Schloß zu Florenz , als das erste seiner Art g»zeigt, aber schon mit der Inschrift: Gelt, Zucht«lein, ich habe dich erwischt. Brantome erzählt,