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Zweiter Band.
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Jubeljahr

daß zur Zeit Heinrichs II. ein Gakanteriehändker zumersten Male ein Dutzend solcher Schlösser, welche zuB nedig schon vor dem Jahre 1532 gebräuchlich gewesenwären, auf den Jahrmarkt St. Germain gebracht hätte,daß sie aber in Frankreich nicht sehr in Gebrauch gekom-m,n wären, weil die Damen bald Mittel erfunden hät-ten, sich Nachschlüssel machen zu lassen. Der Graf vonBonneval erzählt im Anfange des vorigen Jahrhun-derts, daß er einmal in Italien vor ein solches ver-wünschtes Schloß gekommen sey. Beckmann Erfind.V- 479-

Jubeljahr. Das älteste Jubeljahr, dessen in der Ge-schichte gedacht wird,- ist dasjenige, was zu MosisZeiten bei den Jsraeliten verordnet, und allemal imLösten Jahre gefeyert wurde. (5. B. Mos. 25, 6. ff )— Auch die Römer hatten ein großes Jubeljahr, wel-ches, so oft «in Jahrhundert verflossen war, für die Er-haltung des R.ichs »efeyert wurde. — Späterhin führ,ten auch die Päbste ein Jubeljahr» oder heiliaeS Jahr«in, welches gewöhnlich durl^ eine Bulle am Ostertagezuvor verkündigt ward, mit dem Abend vor Weihnach-ten anfing, und ein ganzes Jahr dauerte. Allen, diedarin die Schwellen der heiligen Apostel besuchten, wardvom Pabste ein vollkommener Ablaß ertheilt. Dies Ju-beljahr hat Bonisacius VIII., der 1284 den päpstli-chen Stuhl bestieg, und 1303 starb, zuerst eingesetzt,und verordnet, daß es alle roo Jahre gefeyert werdensollte. — P. Clemens VI. , der 1342 erwählt wur-de, und rzZ2 starb, befahl 1350 das Juveijahr aäe§0 Jahr zu seyern. — Pabst Urban VI. , der 1378gewählt wurde, und 1389 (vermuthlich an Grft) starb,setzte, um sich zu bereichern, das Jubeljahr auf zzJahre herab; und Pabst Paul II., der 1464 gewählt