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Zweiter Band.
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Jubiläum

wurde, und 1471 von zu vielem Melonen-Essen amSchlagflusse starb, setzte es aus Geitz auf 25 Jahreherab. — Lad Vocal historisch. Handwörterb. I. 418.878. H. 689. 786. — Fabric. 1055. 1057. 105z.1075. 1079. III. 642.

Jubiläum s. Jubeljahr.

Juchten s. Irrsten.

Juften. Mit dem Namen Juften, oder Jufti-Le-der, einer Benennung, die oft mit dem nichts bedeu-tenden Worte Juchten vertauscht wird, bezeichnet maneine besonders zugerichtete Art von lohgahren Thierhäu-ten, welche sich durch einen hohen Grad von Feinheit,Geschmeidigkeit und Festigkeit, so wie durch eineneigenthümlichen Geruch auszeichnen, durch welchen sie

' von allen andern Leberarten leicht zu unterscheidensind. — Die Zubereitung des JustenlederS ist eine Er-findung der Bulgaren , aus deren Sprache auch derName desselben entlehnt ist; denn Jnfti heißt einevielfache Zahl; und da man beim Färben des Juftenle-derS allemal zwey Häute mit ihrer Narbenseite an einan-der zu nähen pflegt, um einen Sack daraus zu bilden,so ist es mehr als wahrscheinlich, daß der Name Jus-trn hiervon entlehnt ist. — Die Fabrication des Jus-tenleverS war vormals ein fast ausschließliches Gewerbeeiniger Provinzen des russischen Reichs, und noch jetztwerden imJaroSlavscken, imKaströmschen undim Pleskovschen die schönsten Juften fabricirt, undin den Handel gebracht. Späterhin hat man aber dieFabrication des JustenlederS auch zu Pinsk in Litthaun,und selbst in Deutschland , mit glücklichem Erfolge nach-geahmt. — Die Haute, deren man sich zur Fabricaliendes JustenlederS bedient, bestehen vorzüglich in Kuh-häuten, doch werden auch Roß häute, so wie starke