Band 
Zweiter Band.
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Kalender

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selbst noch einen Tag zu, der dem Januar beigelegt wur-de, so daß der einzige, den Gottheiten der Unterwelt(äiis inkoris) heilige Februar eine gerade Zahl von Ta-gen, nemlich 28 behielt. Dies Jahr von ZZZ Tagenenthielt nun etwas über 12 Mondwechsel, und solltedurch Einschaltungen mit dem Sonnenwechsel überein-stimmend gemacht werden. Hierzu würden allerley Mit.tel gewählt, wodurch mit der Zeit das ganze Kalender-wesen in Eonsuston gerielh, zumal da die Priester erstinS Spiel kamen, denen es überlassen wurde, die Ein-schaltungen nach Gefallen abzuändern. — Als JuliusCäsar die Dictatur und das Pontisicat übernommenhatte» suchte er diesen Unordnungen abzuhelfen, undführte im Jahre 707, nach Erbauung Roms, diejenigeZeitrechnung ein, welche von ihm den Namen des ju-lianischen Kalenders erhalten hat. Für die Zu-kunst ward denn das Sonnenjahr von 3651/4 Ta-gen, oder das julianische Jahr eingeführt, denMonathen die noch jetzt übliche Anzahl von Tagen ge-geben, die sonst geschehene Einschaltung ganzer Monathegänzlich aufgehoben, und wegen des über 365 volle Ta-ge noch überschießenden 1/4 Tages in jedem vierten Jah-re, nach dem 2gsten Februar, einen Schalttag ein-zuschieben verordnet. Dieser, bloß auf den Sonnen-lauf gegründeten Zeitrechnung, welche heut zu Tageunter dem Namen des alten Kalenders, oder desalten Styls bekannt ist, hat sich das römische Reichbis zu seinem Untergänge, und die christliche Kirche imOccident bis zum Jahre 1582 nach Chr. Geb. unver-änderlich bedient; die orientalische Kirche behält die-selbe noch bis jetzt bei. — Um den, bei dem Kalender-wesen noch obwaltenden Unvollkommenheiten abzuhelfen,und da im christlichen Kalender, wegen des Osteife-