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Zweiter Band.
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Kalender

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st«S, nach welchen sich die übrigen beweglichen Festerichten, unter andern auch einige Rücksicht auf denMondlaus genommen werden mußte, und es noth-wendig ward, die Vollmonde voraus zu berechnen, undleichte Methoden.dazu zum Gebrauch der Geistlichen an-zugeben, nahm sich der Pabst Gregorius XIII. derSache an, den in dieser Hinsicht längst gewünschtenVorschlag auszuführen. Der Plan dazu war von AloySLili, einem Arzte aus Verona entworfen, und wardnach dessen plötzlichem Tode von seinem Bruder AntonLili dem Pabste überreicht, welcher zu diesem Geschäfteeine, eigne Congregation von Prälaten und Gelehrten nie-dersetzte. Im Jahre 1577 sandte man Abgeordnete analle katholische Regenten, die den Plan mit Beifallaufnahmen, so daß der Pabst sich im Stande sahe, imMärz 1Z82 durch ein Brcve den alten Kalender abzu-schaffen, und den sogenanntrn neuen Styl, oder gre-gorianischen Kalender einzuführen. — Die pro-testantischen Staaten nahmen die von Rom aus, alsvon einer Gewalt, der sie nicht mehr gehorchten, ver,«»staltete Kalendrrverbesserung, nicht an, zumal dasolche noch nicht überall astronomische Richtigkeit ge-währte. — Diese Verschiedenheit veranlaßte die Na-men des alten und neuen Styls. Endlich bewogdie Beschwerlichkeit des Gebrauchs von zweierley Kalen-dern, bei Glaubensgenossen, die unter einander wohn-ten, und stets Geschäfte mit einander hatten, die evan-gelischen Stände des deutschen Reichs, im Jahre 1700,den verbesserten Kalender einzuführen. Endlichhaben die evangelischen Stände nach dem Inhalte einesvon Wien den 7. Juni 1776 datirten Kaiserlichen Pa.tents, sich entschlossen, dem neuen Styl unter dem Na-men eines allgemeinen NeichskalenderS völlig