Kalligraphie
sog
an Beyspielen, — vermuthlich schlecht. — Die Römerbedienten sich in den ersten Zeiten schlechter und gleich'sörmiger Buchstaben. Aber vom Consulat des FabiusPictor , bis aus die Regierung des Kaisers Augu-stuS, d. i-, binnen 250 Jahren wurden die Buchst«,den besser, als in den vorigen Jahrhunderten gebildet. —Augustus machte zuerst Absätze im Schreiben. —Dom Augustus bis auf den Antonius bediente mansich der viereckigen Buchstaben, die von einer bewun-dernswürdigen Richtigkeit waren. Auf den Münzen blie-ben sie noch zu Justinians Zeiten gleich; aber in,den Jnscriptionen wurden sie nach der Zeit der Ankoni-nen ungleich. Unter Diokletian wurden sie verlän-gert, und endlich gothisch. — Die gothische Schrift-art führte Uphilas, ein Bischof der Gothen in Mä-sten, ums Jahr zzo ein. In Deutschland bediente mansich ihrer, bis Carl der Große statt derselben die latei-nisch-longobardischen Buchstaben einführte. — Die cur-rente deutsche Schreibschrift, oder deutsche Cursiv-schrist ist offenbar aus der nur niedrigen, länger ge-zogenen und platten lateinischen Hundschnst entstanden.—In den mittlern Zeiten, wo die Buchdruckerkunst nochnicht erfunden war, wurde die Kalligraphie, theils vonden Mönchen, die sich in ihren Klöstern mit Abschreibender Bücher beschäftigten, theils von den Jlluminirernausgebildet. Die in Holz geschnittenen Capilalbuch»staben, die man mit Farben ausmahlte, kamen imX. Jahrhundert auf, waren schon 1457 ziemlich be-kannt, und wurden 1471. noch mehr gemein. Kurzvor und gleich nach Erfindung der Buchdruckerkunst,hatte die Kalligraphie einen hohen Grad der Vollkom-menheit erreicht, dann sank sie wieder. — Der-erste,der sich in Deutschland um die Schönschreiberep verdient