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Kannengießer
Kannengießer, gab es in Nürnberg schon vor izoo.v. Murr Journ. V. 108.
Kanon«. Die Eisindung der Kanonen hat zu vielemStreit Veranlassung gegeben, und noch bis jetzt ist dieserGegenstand nicht ganz im Reinen, da man nickt sel.ten die Ecfindnng des groben Geschützes mit der Erfin-dung deS griechischen Feuers, auch mit andernähnlichen Geschützen verwechselt hat. Ich will sagen, §
was ich darüber gefunden habe, und die Quellen an- !
führen. Polydorus Vergilius (gest. 1555.) schreibtdie Eisindung der Kanonen einem D.eutschen zu,
(äs rer. invsnt. II. rr.) aber man weiß weder seinenNamen, noch die Zeit, wann er gelebt hat, mit Ge,wißheit anzugeben. (Bayle hist. krit. Wörterb. I. izz.Universallex. II. 1227.) In Spanien wird desGebrauchs einer Maschine, welche eiserne Kugeln schleu-derte, die durch Feuer fortgetrieben wurden, und allemAnsehen nach, nichts anderes als eine Kanone der spä-tern Zeiten gewesen seyn kann, schon bei der Belage-rung von Alicante durch den maurischen König vonGranada izzi, gedacht. ( 2 urits snnslss. II. 7, iZ.)
Im Zuchthause zu Amberg soll sich eine Kanone mitder Jahrzahl rzoz befinden, (v. Stellen Erläut. derin Kupf. gest. Vorfiel!, d. Rest. Augsb . 65.) — ImJahre »540 vertheidigten sich die Einwohner von Qucs-noi 'in Hennegau mit Steinen, die aus Stücken ab-geschossen wurden. (Das) — Die Engländer hattenin der Schlacht bei Crecy 1546 schon Kanonen.(Sprengel Gesck. d. Arzmyk. II. 596.) — In Jta-lien sind die Kanonen schon 1372 gebraucht, (v.Murr Journ. XIU. 10,) — Zu Augsburg hat manin demselben Jahre zur Vertheidigung der, durch Jo-hannes, Herzog von Bayern, belagerten Stadt, so,