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Zweiter Band.
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Kanone

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in eben diesem Jahre gegossene Maschinen gebraucht, umdamit eiserne Kugeln zu schießen. Die Augsburg « sol-len diese Kunst 6 Jahre vorher von einem JohannesArolliensis gelernt haben, doch wird die Zeit vonandern etwas später angegeben. (v. Sketten Augsb .

I. 2Zi.) Die Venetianer sollen ihre ersten Kanonenaus Deutschland erhalten, und iz8o zuerst gebrauchthaben. Universallex. II. 1727.) — Der Rath zuBern ließ ein großes Stück zu Nürnberg gießen, undbrauchte eS 1415 gegen den Herzog Friedrich von Oe-sterreich bei der Belagerung von Arau. Auch 1470 ließder Rath zu Bern noch 2 Kanonen zu Nürnberg gießen.(Kl. Ehron. Nürnb. 28.) — Seit dieser Zeit er-fand man auch das Gießen der Kanonen über einen ge-wissen Kern, und in der Hälfte des XVII. Jahrhun-derts erfand Elias Flicker noch eine bequemere Me-thode. (Meusel Leitf. III. 1044.) Im Jahre 144Zwurde zu Nürnberg eine große Büchse gegossen, die519 Centner wog. (Kl. Chron. Nürnb. zz.) —Früher als die Franzosen in Italien 1495. führten dieDeutschen in ihren Kriegen gegen die Böhmen , undnachher gegen die Schwcitzer, große Züge schwerenGeschützes mit Pferden bespannt, bei sich. In derSchlacht bei dem böhmischen Schlosse Riesenberg14z 1 eroberten die Hussiken von dem Heere der deutschen Fürsten 150 Kanonen. (Lenfant Gesch. des Hussitenkr.

II. 1, 428 ) — Die Kunst, Kanonen aus dem Gan-zen zu gießen, und so auszubohren, daß der Kern alSein ganzes Stück herausgenommen wird, erfand derSchweitzer Moritz, aus Murten , im Payß de Bandgebürtig, im Anfange des XVIII. Jahrhunderts. Hallesortges. Magaz. I. 182. Allgem. Künstl. Lcx. s.Suppl. rzo. — S. Busch Handb. d. Erfind. VU.