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Kanzler
cken Eginhard bei Carl dem Großen war. Dar-aus wurde hernach Kanzler, Erz-, oder obersterKanzler. Beiden griechischen Kaisern waren sie schonlange vorher, und hießen Silentiarii, Mystici,und bei den Römern waren sie schon unter Hadrian ,wo sie Tabularii, und in den folgenden Zeiten Scri,nivrum Magistri rc. hießen. In den Stiftern undKlöstern hießen sie Notarien. — Fabric. II. 697.
Kapaunen. Schon die Griechen wußten die Mästungder Hahne dadurch zu verbessern, daß sie sie vorher zurZeugung untüchtig machten, und diesen Beispielen folg-ten mit der Zeit die Römer. Wahrscheinlich sind sie zudieser Erfindung durch das geleitet, was man an denVerschnittenen, welche lange vorher in Egypten, wenig-stens schon vor Moses Zeit, sehr zahlreich waren, be-merkte, nämlich, daß sie alle ungewöhnlich fleischig undfett werden. Aber die Kapaunen wurden damals nichtdurch die eigentliche Verschneidung, sondern auf drei-fache andere Weise gemacht, welche von Herrn Pros.Osiander nach dem Aristoteles, Plinius undColumella umständlich beschrieben ist. BeckmannEcf. V. 485. Wie alt unsre jetzige Weise, Kapaunenzu machen, sey, ist nicht zu bestimmen. Muthmaß-lich ist sie schon im VU. Jahrhunderte gebräuchlich ge-wesen. Daß von den Griechen und Römern auch Hüh-ner verschnitten worden, findet man nicht. Das Ca-striren der Hühner scheint zuerst im Anfange des XVI.Jahrhunderts, und zwar in Frankreich aufgekommen,aber erst viel später in Deutschland bekannt geworden zuseyn. La Brüyere-Champier giebt rzzo die Kunst,Hühner zu verschneiden, für eine neue Erfindung aus.Aldrovandus sagt 1598, Hühner zu verschneiden,sey nicht gewöhnlich. Aber Olivier de Serres redet