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Zweiter Band.
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Kanzel

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pfen, gemacht worden, weil die Arbeit vornamlich darinbesteht, daß die Fäden dergestalt durch einander geschlun-gen werden, daß sie feste Knoten bilden. Modelle zuSpitzen sind wenigstens schon 1Ü05 in Buchläden ver-kauft. Das älteste bis jetzt bekannte Modclbuch ist vonNicolaus Basseus, Franks, a. M. 1563. 4. Veck-mann Erf. III. 225.

Kanzel. Schon zu Anfang des V., oder am Ende desIV. Jahrhunderts waren in den Kirchen Kanzeln befind-lich. Diese Bauart der Kanzeln hat aus den Morgen-ländern ihren Ursprung. Schon in den Schulen der Ju-den waren solche erhabene und umschränkte. oder um-gitterte Oerter für das Pult der Leser zubereitet und ge-bräuchlich. Bon den jüdischen Schulen kam der Ge-brauch in die griechische Kirche; aus dieser sind sie indie abendländischen Kirchengebäude gekommen. Heut zuTage wird die Kanzel gemeiniglich in dem mittlern grö-ßer» Theile, oder sogenannten Schiff der Kirche ausge-richtet; ehemals aber war ihr Platz, gleich zuerst indem Chöre, oder dem dritte» Theile der Kirche, dendie Griechen oder das Heiligthum

nennen. Weil nun dieser Theil durch ein Gitterwerk,welches in der lateinischen Kirche Lsncelli genannt wur-de, von dem zweyten abgesondert war, so ist daherder Name Kanzel entstanden. Krünitz. XXXIV.gor. — Fabric. IV, 211. '

> Kanzler. Seit Carl dem Großen sing man ins Deutschland an, Archive anzulegen, da die Stif-

s ter und Klöster die h. Schriften, Geschichte der Bischöfe,

rc. Stifter, Klöster, ihre Privilegien und andere schrift-liche Urkunden zu verwahren pflegten. Diejenigen, wel-che die Aufsicht über die Archive der Kaiser und Königehatten, hießen anfänglich Archicapellani, derglei-