Band 
Zweiter Band.
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Kardinalöhut

S2»

ban VIII. «hielten sie 1627 den Titel Eminenz. Auchvermehrte er ihre Anzahl auf 74. — Pütt er Handb.der deutsch . ReichShist. III. 218. — Universallex.V. 800. — Hübner Zeitungslex. 416. — Allgem.histor. Lex. IV. 45z. Seiler Tabellen. 12. 17.Secul.

Aardinalshut s. Kardinal.

Karnaval, Karneval, Carnaval . Diejenige Zeit,welche an einigen Orten (wie zu Venedig mehrentheils)mit dem 2ten Christtage» oder (wie in Frankreich durch«gehendS) mit dem heiligen Abende vor dem Dreikönigs-feste, oder an manchen andern Orten, wie zu Rom ,nach Gefallen d.er Obrigkeit, eröffnet wird, und biszum Anfange der 40tägigen Fasten, oder dem sogenann-ten Aschermittwochen dauert, und an den europäischenHoflagern, besonders aber in deren Haupt- und Resi-denzstädten, mit allerley öffentlichen und Privat-Lust,barkeiten, als Opern, Komödien, Maskeraden, Tanzen,Spielen, u. d. gl. zugebracht wird. — Der Gebrauch,diese Periode mit Lustbarkeiten zuzubringen, ist ausItalien zu uns gekommen. Ueber den Ursprung desNamens sind aber die Italiener selbst, nicht einig, dochscheint er, nach der Meinung berühmter Sprachforschervon carns und vuls, abzustammen, und bedeutet sol-chemnach die fröhliche Zeit, welche vor der Fasten hergeht,da man die Fleischsprisen genießt, welche in jener ver»boten sind. Die Einrichtung der meisten Karnevals«Lustbarkeiten rührt ursprünglich aus Venedig her,wo auch die sogenannten Red outen (Uiäotti), oderdie Oerter, wo man sich maskirt, mit Spielen undTänzen belustigt, zuerst üblich geworden sind. Woherdie Gewohnheit des Karnevals überhaupt entstandensey, darüber läßt sich nur muthmaßlich etwas sagen.