Band 
Zweiter Band.
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Kattun

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hin wird daselbst blos Baumwolle zu Weberarbeitengebraucht. Die meisten Kattune und Zitse, welch«in die europäische Handlung gehen, werden im Rei-che des großen Moguls, und insonderheit in denKönigreichen Bengale» und Golconda, auch auf derKüste von Coromandel verfertigt. Auch in China istdiese Manufaclur in großem Flor. Die BenennungKattun, Cattun , Catton, oder vielmehr Cot-ton ist aus dem Italienischen Cotone, und dem Fcan.zösischen Coton entlehnt, welches eigentlich Baum» §

wolle, und hernach figürlich den daraus gewebten Zeugbedeutet. Das Italienische Lorons ist selbst worgenlän-disckcn Ursprungs, indem die Baumwolle im Arabischen6otum und Xlcown genannt wird, der daraus ge-wirkte Zeug aber heißt bei den Malabaren Xurtuirr oderLsäliuttsnu. Die feinsten ostindischen gemahlten lKattune nennt man Chitse, Zitse oder Zitze. Ei-gentlich bekommt jeder Kattun, welcher drey- und meh- ^rerley Farben hat, den Namen des Zilses. Die mei-sten Zitse kommen von der Küste Coromandel und Ma-labar. Nachdem die Portugiesen den Europäern denWeg nach Indien eröffnet hatten, und man mit den s

Waaren dieses reichen Landes bekannt geworden war,verstrich doch noch eine lange Zeit, ehe man sich unter- !stand, den Kattun in Europa nachzumachen; dies ge-schahe nicht eher, als bis die Hclländec sich der meisten >Besitzungen der Portugiesen in Indien bemächtigten, daMan denn zu Ausgang des XVll. Jahrhunderts anfing,in Holland selbst Kattun Manusacturen anzulegen; doch i

bestanden diese nur eigentlich in Kattu n-Druckereyen,indem man den weißen Kattun, welcher in Indien sehr wohlfeil einzukaufen war, mit Farben bedruckte,und dies in den meisten Arten des Kattuns so weit