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Zweiter Band.
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Kirchersbrumreli

Einkünfte zn ziehen, wandten die Pfarrer allen Fleißan, daß in ihren Pfarren Kirchhofe angelegt wurden,daher es nachher Verordnung ward, daß ein Jeder aufdem Psarrkirchhofe sollte begraben werden, und also Nie-manden mehr vergönnet war, einen Todten anders wozur Erde zu bestatten. Nachdem man sie aber in derStadt nicht alle lassen konnte, baucte man außerhalbderselben Kapellen, und begrub in solchen die Todten,oder auf dem herum liegenden Platze, wo ein Jedereine Grabstelle wählte, und sich nicht mehr aus seinemeignen Grunde begraben ließ. Diese Kirchhöfe wurdenmit einer Mauer umzogen, damit das Vieh und andereThiere die Gräber nicht beschädigen mögten. KrünitzXXXVIII. zzg. ss. Grellmann Gesch. d. Slolge-bührcn 27 — 42. Reinhard Eint. in d. Gesch. derchristl. Kirche, zo. 52. 88. >47. 149.

Kirchersbrunnen. Eine Art von Springbrunnen, wel-chen Athanasius Kircher , der um ,650 berühmtwar, erfunden hat. Der Brunnen hat das Besondere,daß ein Vogel dabei so viel Wasser sauft, als von ei.ner Schlange in ein Becken ausgespiee» wird. Iabl 0 ns-ky allgem. Lex. I. 750.

Kirschbaum. (?runus csrssus Stammt ur-

sprünglich aus Klein-Asien, und zwar aus Pontus , vonda ihn, nach Jsidor» der Römer Lucullus, als erden MithridateS besiegt und den Pontus und Arme-nien erobert hatte, im Jahr 660 nach Erb. RomS, oder3910 nach E. d. W. aus Cerasonto, einer Stadt inPontus, zuerst mit nach Rom brachte» daher auch derKiischbaum von dieser Stadt bei den Römern den Na-men Lsrasus bekam. — Nach Hieronpmus solldieser Baum erst 120 Jahr nachher über das Meer nachEngland gebracht seyn. — Nach andern hingegen solle»