Kranz
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nm Geist aufgab. Während dem Singen nahmen sieihn aus dem Bette heraus, legten ihn auf ein, imZimmer ausgebreitetes haarjcbies Tuch, und fuhren solange mit ihrem Gesänge fort, bis ihm die Seele aus.suhr. Verweilte diese z„ lange, so entfernte sich zwarein Theil der geistlichen-Sänger, einige aber mußtenbeständig bei dem Kranken bleiben, und ihren Psalmen-gesarg ununterbrochen forls-tzcn. Man hatte besondereGesänge, die zu diesem Gebrauch ausdrücklich vorge-schrieben waren. Ein Kranker, der'sich vielleicht wiedererholt hatte, wenn er in Ruhe geblieben wäre, konnteaus diese Weise leicht zu Tode gesungen werden. —Forkel Gesch. d. Musik. II. 2 zz.
Kranz. Der Gebrauch des Kranzes zu gewissen fcyerli,chen Begebenheiten, verliert sich tief in die Zeiten desAlterthums; und er war ein Symbol von sehr mannig-faltigen Dingen. Die ältesten Völker hatten dabei dieIdee der Un vergänglich keit und Hoheit; unddachten sich daher zuerst ihre Gottheiten bekränzt. DasDiadem hoher Häupter ging aus einem anfänglich ein»fachen Kranze in eine Krone über. Nach und nacherweiterte sich der Gebrauch der Kränze, als Zeichen derEhre, des Glücks und der Freude. Bei den
Opfern'bekränzte man das Opscrthier, Priester undAltar, um die Gottheit dadurch zu ehren. Sieger
erhielten Kränze, um ihr Wohlverhalten auszuzeichnen,wenn sie im Felde den Feind geschlagen, oder in vffent»lichen Spielen den Vorzug errungen hatten. Dies warenLorbeer-, Palmen-, Fichten-, Eschen« oder Olivenkränze.Auch Dichter, die ihre Helden am würdigsten besun-gen hatten, wurden gekrönt. Bei fröhlichen Mahlenwurden Pokale bekränzt, und die Gäste bekränzten sichselbst aus verschiedene Weise. In der Liebe dienten