Lackirung des Leders
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Lackirung des Leders. DaS dabei zu beobachtendeVerfahren, ist, so viel ich weiß, zuerst in gedrängterKürze, jedoch ausführlich mitgetheilt, in Hermbstädt«Bulletin. X. 284.
Lackmus, wird aus Orseille, einem Moose, welcheshäufig auf den Felsen einiger, neben Afrika liegendenInseln, vornemlich auf den Kanarischen, auch auf ver-schiedenen Inseln des Archipelagus wächst, (Ulren lloc-cells Ickrni.) gemacht. Die Orseille ist bereits von denalten Griechen gebraucht. In Europa soll die Kunst,
damit zu färben, erst ums Jahr izoo bekannt gewor-den seyn. Nach Wiederenrdeckung der Eanarischen In-seln, am Ende des XIV., oder Anfangs des XV. Jahr-hunderts, ist bei weitem die größte Menge Oseille vondaher gehöhlt worden. Unsre Färber kaufen die Orseillenicht roh, sondern den daraus bereiteten Teig, den dieFranzosen Orseille en psts nennen. Die Bereitungdesselben ist lange Zeit ein Geheimniß der Florentiner ge-wesen, und zuerst, so viel man weiß, von Rvsetlibekannt gemacht. In neuern Zeiten ist diese Kunst starkin Frankreich , Holland und England getrieben worden.Die Holländer sind auch die Erfinder des Lackmus, ei-ner Bereitung aus der Orseille, die Orseille er» prsrrsgenannt wird, und den Gebrauch der Orseille er» pLtssehr vermindert hat, da sie bequemer zu verfahren, auf-zuheben, zu gebrauchen, und nicht theuer ist. Jetzt weißman fast zuverlässig, daß Orseille er» xats der vornehm-ste Bestandtheil der Orseille er» xlsrre, das ist, desLackmus ist. Das Wort Lackmus wird von einigendurch L,acca iriusica, musiva, übersetzt. BeckmannErfindung. I. 334.
I-scr^mas vitreas s. Glastropfen.
Ladestock. Eiserne Ladestöcke, statt der gewöhnlichen höl«