24-2 Lehrgedichte
sel Leitf. 880 — 900. H02 — 1107. — s. Akade-mien.
Lehrgedi.chte, didaktische Erdichte. Mit der didaktischenPoesie sind schon die Hebräer, so wie alle Völker, vonjeher bekannt gewesen. Zu Gedickten dieser Ärt gehö-ren die Sprüche Salomonis, der Prediger, unddie alphabrtiscken Psalmen. Auch den Sirach unddie sogenannte Weisheit Salomonis kann man da-hin rechnen, wovon jedoch die hebräische Urschrift ver-rohren gegangen ist. Auch die Griechen kannten darLehrgedicht. Schon in den ältesten Zeiten findet maneinige Spuren davon unter ihnen, z..B. von Orpheus ,Musäus , u. a., deren Gedickte aber verlohren gegen- §gen sind. Hieher gehören auch die beiden Gedichte vomHesioduS , die Theogoni «, und die Werke und !Lage. Rambach Lit. Hist. 108. 14Y. j
Leibarzt, (^rckiatsr.) Der erste, der in der Geschicktevorkommt, ist Andromachus» unter der Regierung ^des Kaisers Nero. Sprengel Gesch. d. Arznepk. II. i216.
Leibeigenschaft. Schon in den Büchern Mosis undim Homer geschiehet der Sklaven Erchahnung. JaDeutschland war das Verhältniß zwischen freyen und nichtfreyen Menschen ursprünglich sehr gelinde. Die Leibei-genschaft war mehr eine Folge des Vertrags, als derUnterdrückung, selbst bei denen, welche, wie oft der !Fall war, ihre Freiheit verspielt hatten. Durch die !Bekanntschaft mit den Römern wurde das Schicksal derLeibeignen in Deutschland härter, noch mehr im Mit«telallsr, von der Zeit Carls des Großen, und nochdrückender durch die Kriege mit den Slaven und Wen-den, welche von den Deutschen besiegt wurden. — Die ^Aushebung der Leibeigenschaft in Deutschland wurde ,