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Zweiter Band.
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Linsengläser

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Linsengläser. Deren Gebrauch ist weit älter, als ihreTheorie. Erst nachdem die Fernrohre erfunden waren,kamen Kepler (geb. 1571) und Cavalieri (gest.1647.) aus einige einzelne theoretische Sätze. Descar-tes (geb. 1596, gest. 1650.) machte zwar das Gesetz derSlralenbrechung zuerst bekannt, verfehlte aber die Theo-rie der Linsengläser gänzlich. Der Engländer JsaacBarrow (geb. i6zo, gest. 1677.) ist der erste, demwir die geometrische Entwickelung derselben 1674. zu ver-danken haben. Analytisch uiid auf Stralen nahe an derAxe eingeschränkt, hat sie Halley r6yz zuerst vorge-tragen. Gehler. II. yi». Fischer. III. 28z. ss.Voll beding Archiv. 254.

Lippenlutterale, wider das Aufspringen der Lippen,hat der Franzose Arnoux in Paris 1787 erfunden» undsolche Bisbis genannt. Busch Handd. d. Erf. VIII.174.

Liqueur«. Nachdem der Branntewein (s. diesen.) auSeiner Arzeney erst ein vornehmes Getränk, und hernachdas Gesöff des Pöbels geworden war, bemüheten sich dieItaliener mehr alS andere, ihn wieder zu veredeln, ihngelinder, angenehmer, mannigfaltiger, der vornehmenKlasse genießbarer, und durch die Verlheurung anständi-ger zu machen. Um ihre neuen Waaren desto sicherer zuunterscheiden, nannten sie solche I^uori, und verhan-delten sie unter diesen Namen den Ausländern. Vondiesen waren die Franzosen die ersten, welche sich darangewöhnten, und zwar vornemlich seit der VermählungHeinrich II. (als er noch Herzog von Orleans war,)mit der Catharina von Medicis, im Jahre izzz.Dieser zogen ganze Scharen Italiener nach, bothen denFranzosen die Delikatessen ihres Vaterlandes an, undlehrten sie solche zurichten und brauchen. Sie waren