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Lustrum
lisch»» Gärten ab. — Beck mann Grunds, derdeutschen Landwirthsch. I. 256. — Busch Handb. d.Erfind. V. 24.
Lustrum, bedeutet eigentlich eine seyerliche Reinigungdes römischen Volks, vermittelst eines Sühnopfers,(s. Suovetaurilien) welche jedesmal nach geendigtem Cen-sus vorgenommen wurde; und weil dies Lustrum alle.mal am Ende eines jeden fünften Jahres vorgenommenwurde, sv bedeutet Lustrum auch eine Periode von 5Jahren, besonders bei^ den-Dichtern. (Horak. Od. II.4. IV. 1.) , Die Lustra nach den Schätzungen hatServius Tullius eingeführt. — Fabric. II. 70.Funke neues Realschullex. III. sgo.
Lustseuche. Ueber die Krankheit selbst, deren Ursprungund Geschichte kann hier wohl nichts gesagt werden.Etwas aber, in so fern es hieher gehörige Entdeckungenund Erfindungen belnfft, werde ich doch anführen.Nach Girtanner, der ein Verzeichniß aller hieher ge»hörigen Schriftstkllrr von 1493 an, geliefert hat, istMarcellus Cumanus (2495), der erste und ältestemedicinische Schriftsteller über die venerische Krank-heit. — Der Schriftsteller, welche' Girtanner indem Zeitraum von 149Z bis 1790 verzeichnet hat, sindüber 1420, und der über diesen Gegenstand nahmhaftgemachten Schriften bis dahin, .sind 1802. Seit1526 bemerkte man erst das jetzt wieder selten gewordeneAusfallen der Haare, der Zähne und der Nägel bei die,ser Krankheit. — Nach Heinrich Pantaleons Be-richt hat Matthias Ulianus, Arzt zu Ravensberg,(geb. das. 2456. gest. iZZö) um iZio diese neue, schäd-liche, den Doctocen unbekannte, in Deutschland ge-meine Krankheit, mit Glück geheilt. — AnroniusGallus, ein pariser Arzt, um 1550, erzählt, daß