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Zweiter Band.
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Arzneykund« zu Kopenhagen , (geb. 1616. gest. 1680)gemacbi Universall. III. 547. ff.

Lyre s. L'yer.

Lyrisclie Dichtkunst. Die lyrischen Gedichte waren beiallen Völkern die älteste Art der Dichtkunst, und er-hielten ihren Namen daher, weil sie gewöhnlich zurLyra abgesungen wurden. Unter die lyrischen Gedichteder Hebräer rechnet man die Weissagung Jacobs vonseiner Kinder Schicksal i. B. Mos. 49, z., etliche Ge-sänge des Mose «, 2. B. Mos. iZ, und 5. B. Mos.Z2, das L>«d der Debora im B. d. Richter Z, dasLied der Mutter Samuels im 1. B. d. Kon. 1, 2,das Lied dss Hiskias Jes . 38» irr — so, und denKüsten Psalm. — Die Griechen hielten den Linusvon Ehalcis sür den Erfinder der lyrischen Dichtkunst. —Der älteste lyrische Dichter der Griechen, von dessenVersen etwas auf unsre Zeiten gekommen ist, heißt Alk-mann, der in der 27sten Olympiade blühete. — Dieersten Regeln sür das lyrische Gedicht schrieb Terpan-der, der in der zzsten Olympiade lebte. — Unterden Römern war C. Valerius Catullus (geb. 8üJahr, gest. um 57. Jahr vor Ehr. Geb.) der erste ly-rische Dichter; eigentlich ist eS Horaz (geb. 6z, gest. 7,nach andern 19 vor Ehr. Geb.), denn Catulls lyrischeVersuche waren blos (Übersetzung. — Unter den Per-sern hat sich Hafez oder Hafys, oder MuhamedShemseddin aus Shicaz, der iz68 starb, in derlyrischen Poissie besonders ausgezeichnet. — In Ita-lien legte Franz Petcarka (geb. iz»4- gest. 1374)den Grund zur lyrischen Poesie. — In Frankreich har Salomon Macrinus (gest. 1557)' die lyrischeDichtkunst wieder geweckt; und nach Fr. de Mal herbe(geb. 1556. gest. 1628) hat sich eine große Zahl von