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Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
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Zg4 Privatbeichte

Privatb'eickte. Nahm in der morgenlandischen Küchezu Ende deS III. oder Anfangs des iV^ Jahrb. in Et-was ihren Anfang, und man führte sie aus Schonunggegen die bekennenden Sünder ein, damit diese nicht vondem Volke ausgelacht werden mögtem Man bestellte da-her einen verschwiegenen und unsträflichen Priester,zu welchem die Büßenden besonders kamen, ihre Sün-den beichteten, und nach aufgelegter Strafe, ad so l-virt wurden. Da aber ein Beichtvater (Presby-ter poeoitsntiurius) sich bei einer solchen Privatbeichtegräulich vergangen hatte, so wurde sie auch nochim IV. Jahrh, wieder aufgehoben. Im V. Jahrh, ver-wandelte der römische Bischof Leo I. die nun bisher inder occidenralischen Kirche noch gewöhnlich gewesene öffent-liche Beichte, wieder in eine Privatbeichte. Im IX.Jahrh, ward schon der Grund zur sogenannten päbstlichenOhrenbeichte gelegt, die im XIII. Jahrh. unter Jn-nocentius I!I. völlig zu Stande kam, und bestätigtwurde. Im XV!. Jahrh, wurde von Luther allenMißbräuchen «in Ende gemacht, das Gute beibehalten,und das Unnütze abgeschafft. Mehlig Kirch. u.Ketz. Lex. II. 456.

P ri va-tbibliöthekr Die größte bekannte Privatbiblko-thek hat der Bürgermeister im Haag, Samuel vonHulß besessen. Das Berzeichniß davon ist 1730 daselbstin 6 Oclavbänden gedruckt. Sie soll aus 100,000 Bän-den bestanden haben. Fabric. III. 853. s. Biblio-theken.

P^rivat«0 mmuni 0». Dieser Gebrauch hat sich von Zeitzu Zeit mißbrauchsweise eingeschlichen, wozu Singularität> und Stolz die veranlassenden Ursachen waren. Gegendiesen Mißbrauch sind in mrhrern Ländern obrigkeitlicheBefehle ergänzen, z. B. in Kuhrsachscn 1Ü14 ».1706,imSachsen-Gvthaischen 1726, imBrandmburgischerr 1731,