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Vierter Band.
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Stoische Schule

Stoische Schule, ist von Zeno aus Cittium auf derInsel Cypern (gest. um 264 vor Chr. Geb.) gestiftet.Er war, als er in seinem 22sten Jahre nach Athen kam, ein Schüler von Crates,. Lenocrates u. a.und lehrte hernach selbst die Philosophie in dem bedeck-ten Gange, den Polygnotus gemahlt hatte, wel-cher o-T-o« hieß, daher die Benennung seiner Schu-

le. — Meusel Leitf. I. 357. II. 4Ü6.

Ltolas iura s. Stolgebübren.

Stolgebühren (iura Ltolaa; geistliche Accidenzien).Die Spuren hiervon verlieren sich tief in. dir frühestenZeiten des Christenthums. Der Keim dazu lag in derursprünglichen Versergungsart der Religionslehrer, undentwickelte sich unter Constantin dem Großen (gebor.274. gest. 337.) Bis auf dessen Zeiten wußte mannichts von besoldeten Lehrern, nicht- von einer be-stimmten Abgabe, die ausschließlich zum Unterhaltder Religionslehrer geordnet gewesen wäre. Die Leh,rer lebten von fre «willigen Gaben ihrer Gemeinde,und empfingen ihren Unterhalt von der gemeinschaftlichenMasse der Allmosen und Opfer, welche die frommeGutherzigkeit für die Armen darzubringen pflegte. Der-gleichen Allmosen wurden theils zu gewissen Zeiten,theils bei zufälligen Gelegenheiten und besondernVeranlassungen entrichtet, und eben diese gele.genheitlichen Gaben sind es, die sich in der Folgein sogenannte Accidenzien, oder iuru 8tolus, un-ter welchem Namen sie jetzt noch Jedermann kennt, ver«wandelt haben. Dieser Verwandlung eilten jene mil-de Gaben nach Constantins Zeiten mit schnellenSchritten entgegen. Man hörte auf, an ihren ur-sprünglichen Zweck, . welcher in der Unterstützungund Versorgung der Armen, wozu damals auch die