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Vierter Band.
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Takt

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sie selbst vor aller Augen. Zu Tagesanfängen beibürgerlichen Tagen, erwählten die Völker bald dies«bald jene von den 4 Jahrszeiten: l) Von Abend sin»gen den Tag an, wo nicht schon die ersten und älte-sten Menschen, dock wenigstens die Hebräer, Araberund Athenienser; 2) Von Morgen die Babylonier,Syrer und Perser; z) Von Mittag die Umbricr, und,wenigstens in der Folge, die Astronomen; 4) VonMitternacht die allen Egypter» und die spätern R§,wer. Gatterer. I. 270. Gehler. IV. 272»Fischer. V. 1.

Takt, Taktschlagen. Die Tonzeichen der Griechendeuteten nur die Höhe und Tiefe, nicht aber die Dauerder Töne an. Die Dauer der Töne mußte nach denlangen und kurzen Sylben des Text s eingerichlet wer-den» und der Sänger, der den Text zu singen hatte»konnte dies, da aller Gesang blos syllabisch war, leichtohne andere Hülfsmittel bewerkstelligen. Aber der Ly,rist, weicher mit dem Texte eigentlich nichts zu thunhatte, bedurfte eines andern Hülfsmittels, die Längeund Kürze seiner Töne richtig zu bestimmen. DiesHülfsmittel bestand in einer, im Anfang des Gedichtsverzeichneten Vorschrift des Rhythmus. Bei der Aus-führung der Gedichte selbst, mußten besondere Per-sonen das Zeikmaaß auf mancherley Arten geben, umSänger und Spieler nicht nur im Takt. sondern auchm der wahren Bewegung desselben e galten. DiesGeschäft wurde durch «inen Musikmeister > Anführer ver-richtet, welcher Koryphäus hieß» in der

Mitte des Orchesters auf einer rrhöheten Stelle stand,um vom ganzen Orchester gehört und gesehen zu werden.Am gewöhnlichsten wurde der Takt mit dem Fuße ge-schlagen, der, nach den Taktzeichen Wechselsweise aus-