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Tanzhauö
TanzhauS. In Augsburg muß man dergleichen schonim Anfange des XIV. Jahrhunderts, vielleicht noch frü-her» gehabt haben, denn schon 1396 wurde es abge.brechen, und auf einen andern Platz verlegt, da esin den ältesten Zeiten ganz nahe am Rathhause stand.Im Jahre 1429 wurde es, da es baufällig gewesenwar, wieder abgetragen, und ein neues erbauet, wel-che« 1451 abbrannte. Im Jahre 15Z7 wurde abermalseins erbauet, das aber 1632- als völlig unbrauchbarund baufällig wieder abgebrochen, und nun keinS wie-der erbauet wurde. v. Sketten, der dieses umständ-licher erzählt, macht bei dieser Gelegenheit mancherleyartige Bemerkungen über das ältere Tanzwesen, unddahin gehörige Thorheiten in Augsburg. — v. Stet-ten Augsb. II. 161.
Tanzkrankheit, larantisinus. Daß dies Uebel nichtvom Biß der Tarantel herrühre, sondern eine Milz,sucht sey, die durch den Tanz curirt wird» halberschwedische Arzt O. Martin Kähler, der diese Krank-heit bei seinem Aufenthalts in Apulien 1756 aufS ge-naueste zu untersuchen Gelegenheit gehabt hat, zuerst1758, in einer sehr kesenswerthen Abhandlung gründ-lich auseinander gesetzt. — Schweb. Abhandl. XX.
ZO.
Tanzmeister. Die ersten kommen unter Ludwig XIV. jm Jahre 1659 vor, wo er durch ein Edict eine Lom-rnuriauts von Tanzmeistern und Jnstrumentenspiilernerrichtete, deren Oberhaupt Uoi Vision» hieß. Dererste, der diesen Titel führte, ,war Dümenoir. —Um eben diese Zeit hat man in Frankreich hauptsächlichauf die theatralischen Tänze gearbeitet. Man giebtdurchgehend- den Beauchamp, der unter LudwigXIV. der erste Oireoteur äs 1 'A.csäsnais äs Oanss