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Vierter Band.
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Tapeten

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war, für den ersten großen Meister der Kunst ouS.Nützl. Erfind. 67. N 30z. Sulzer. IV. zio.

Tapeten» Teppiche. Die ersten Tapeten, womit mandie Wände eines ZimmerS beding, waren Binsen -und Strohmatten. Die Farben des Strohes warenkünstlich und geschmackvoll gewählt. Man erhält der-gleichen noch aus der Levante, die von feiner Arbeit»und im Preise ziemlich hoch find. Die linnenen undseidenen Tapeten, in welche ganze Geschichten ge-webt wurden, steigen im Gebrauch über 600 Jahrehinauf; dock war der Gebrauch damals noch nicht all-gemein. Die Bereitung der Tapeten oder Teppiche mitrichtigen Zeichnungen von natürlicher Größe und Farbe,ist die höchste Stufe der Wcberkunst, wobei die Arbeitdesto künstlicher ist, je einfacher der Stuhl ist. Dieserist entweder hochsch ästig, kaute-lisse, oder tief-schästig, kasre-IIsse. Letz-erer hält die Kette wag,recht; jener senkrecht. Diese Weberey ist nirgends inEuropa zu einer größer» Vollkommenheit gebracht wor-den» als zu Paris , in den Gobelins, in den Ge-bäuden, , welche Colbrrt unter Ludwig XIV. jm I.1667 den Künsten einräumte. Nach den Gobelinslieferte die Manufaclur von Beauvais die beste Arbeit;doch arbeitete man daselbst nur an niederschäftigenStühlen. Aus Frankreich ist die Kunst der Tapeten-tvirkerey nach Brabant, wo ste noch vornemlich zuBrüssel , doch nur auf niederschäftigen Stühlen, ge-trieben wird, gekommen; von da nach Deutschland ,und zwar zuerst nach Sckwabach, hernach auch in diePreußischen Staaten, nämlich nach Berlin durch de-Viegnes, dessen Erben noch daselbst arbeiten, jedochnur auf niederschäftigen Stühlen. In Wien ist eineTeppichmanusacrur ü la Savounerie befindlich. Jm