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Vierter Band.
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Tapeten

Jahr 176z ist auch eine solche Manufaktur in demSchlosse zu Heidelberg angelegt worden; wiewohl anderesagen, es sey schon 1756 von Bosmann aus Berlin geschehen; sie ist schon längst eingegangen. Auch St.-Petersburg hat hochschästige und tirfschäftige Stühle,sowohl zu ausgeschnittenen, als unaufgeschnittenen Ar.beiten. Die türkischen Tapeten, welche unterdem Namen der Tapeten der Savonneri» bekanntsind, sind von der Beschaffenheit» daß ihre Kette nicht,wie bei den übrigen, aus Seide, Zwirn, Baumwolle,oder unzedrehetem wollenen Garn, sondern aus gedre-heter starker Wolle besteht, und sie ein sämmtarligesGewebe sind. Sie werden türkische Tapeten, pointzarrasin, oder 6s turyuie genannt» weil die Sara,zenen diese Weberey unter Carl Martel (gest. 741.Ladvokat Hist. Handw. B. I. 759) nach Frankreich gebracht haben sollen. Auch noch jetzt werden in Eu>ropa die schönsten in Frankreich in dem Gebäude zuChaillvt, welches ehemals savonusris hieß, gemacht.Eben daher ist der Name für diese Tapeten entstanden;nicht, wie manche sagen, von der Stadt Savona imGenuesischen, wo sie zuerst gemacht seyn sollten.Beckmann Techno!. y8. Vollbeding Archiv.Suppl. 280. Zuvenel. II. Z70. Vergl. Bergames.

Lederne, vergoldete Tapeten, soll manschon vor mehr als sod Jahren gehabt haben. In derletzten Hälfte des XVII. Jahrhunderts erfand der Jtalie.ner Antonio Cento einen Goldsirniß, der zur Berei-tung der nun altmvdigen ledernen Tapeten diente.Beckmänn Erf. I. 6r. s. Goldsirniß. Papiertapetsn.

Von gestickten Tapeten findet sich ein Denkmal,aus der letzten Hälfte des XI. Jahrhunderts, in derDomkirche zu Bayeux in Frankreich , vorstellend die